Die Legende von Breogán

Die erste hat seinen Ursprung im Leabhar Ghabala oder dem Buch der Invasionen, welches eine Komposition des XII Jh. darstellt, die auf früheren irischen Legenden basiert. Laut dieser Quelle ist Breogán, der Sohn Braths, ein keltischer Anführer, der die spanischen Stämme unterwarf. Nachdem er das gesamte Territorium eingenommen hatte, gründete er die Stadt Brigantia (A Coruña) und erbaute mit ihr einen Turm, welcher den Namen Turm des Breogán tragen sollte. Als er starb übernahm sein Sohn Ith die Herrschaft. Dieser brach, als er von der Spitze des Turms Irland sah, auf um genanntes Land einzunehmen; doch er versagte und starb, wobei sein Körper nach Brigantia gebracht und begraben wurde. Sein Sohn Mil folgte in seinen Fußstapfen und versuchte erneut Irland zu erobern; dieses Mal besiegte er die Thuatha-Dé-Dannan und herrschte über das gesamte Land.

Die Verbreitung dieser Legende begann im XVII Jh. durch die Irischen Schulen in Spanien, vor allem der in Santiago de Compostela, welche eine besondere Rolle spielte, aufgrund ihrer Nähe zu der Stadt des Herkules. Nach einiger Zeit geriet die Sage in Vergessenheit, zu mindest in Galizien, bis diese keltische Strömung, angeführt von Schriftstellern wie Manuel Murguía oder Eduardo Pondal, wieder aufkam. In Irland blieb der Mythos über den gesamten Zeitraum hinweg präsent.